Wallflowering
Februar 2018
Wiederaufnahme

“Wallflowering” ist eine Erforschung der Selbstwahrnehmung im Alltäglichen, der Verwirklichung des eigenen Frauseins und der Schwierigkeit, der gesellschaftlichen Normen und den daraus resultierenden Ansprüchen entweder zu entsprechen oder zu entkommen. In einer Gesellschaft, in der Äußerlichkeiten, Image, Auftreten und Wirkung auf das Umfeld eine unverhältnismäßig große Bedeutung zugeschrieben werden, sind wir immer wieder gezwungen, uns zu präsentieren, uns selbst darzustellen.

Der Begriff “wallflower”, wie auch die deutsche Übersetzung Mauerblümchen, bezieht sich fast ausschließlich auf eine Frau (nur selten auf einen Mann), die ihre sexuellen oder anderweitig positiven Vorzüge nicht richtig zum Ausdruck bringt, beziehungsweise diese vermeintlich gar nicht besitzt und deswegen auf das andere Geschlecht eher unauffällig wirkt.

In ihrer Performance spielen die beiden Darstellerinnen zwischen den Extremen des nicht wahrgenommenen Mauerblümchens und der alle Aufmerksamkeit auf sich ziehenden Diva und untersuchen auf spielerische Weise die manchmal lustvoll- glanzvolle und manchmal fast lächerliche Maskerade, die das Frausein vermeintlich mit sich bringt. Dabei verwandeln sie sich von einem Stereotyp in den nächsten und entkleiden dabei Schicht für Schicht das Frausein an sich und hinterfragen deren symbolische Darstellungen.

“Eine erlebenswerte Reise an die Grenzen sozialer Konstrukte. Wundervoll gelingt das Ineinanderfließen von Performance, Kostüm, Bühne und Musik” (tanz.at)

Iris Heitzinger (*Linz) ist Performerin, freischaffende Choreografin und Dozentin. Mitglied bei tanz_house (Plattform Salzburger ChoreografInnen) und in ARE (artists in residence at La Caldera Barcelona). Seit 2007 kreiert sie eigene Arbeiten sowohl im Alleingang als auch im Kollektiv, mit besonderem Interesse an interdisziplinären und interkulturellen Kollaborationen, die die Möglichkeiten des Körpers aus unterschiedlichen Blickwinkeln untersuchen.

Françoise Boillat (*La Chaux-de-Fonds, CH) absolvierte ein Schauspielstudium am Konservatorium Lausanne in der Berufsklasse SPAD. Seitdem hat sie mit verschiedenen namhaften RegisseurInnen gearbeitet, unter anderen mit Antoine Jaccoud, Robert Sandoz, Marielle Pinsard, Guillaume Béguin, Oscar Gomez Mata, der Musikgruppe Velma, Andrea Novicov,  Nathalie Sandoz, Stefan H. Kraft. 2004 gründet sie ihre eigene Compagnie du Gaz.

Konzept, Künstlerische Leitung, Performance: Iris Heitzinger & Françoise Boillat
Künstlerische Beratung: Guillaume Béguin, Dante Murillo
Musik: André Décosterd
Lichtdesign: Peter Thalhamer
Kostüm/Make-up: Christine Hinterkörner
Schneiderin: Svitlana Holzer
Assistenz: Aurore Faivre
Fotografie: Bernhard Müller
Kamera Trailer: Dominik Tamegger, Juri Walcher
Schnitt Trailer: Elisa Unger

Eine Koproduktion von Verein kunstHupfer/ei (A), Compagnie du Gaz (CH), ARGEkultur/Salzburg & Centre de culture ABC/La Chaux-de-Fonds

(c) Bernhard Müller

POSTHOF
Heimspiel 2018

Mi. 14.02.2018 // 20:00 | Performance

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