RedSapata Residencies 2

 

RedSapata vergibt im Februar 2011 eine Residency für folgendes Projekt (Residency Nr. 2)

gem:ein:sam

Wir, Tamara Kronheim und Andrea Maria Handler, wollen dieses Projekt als Chance
sehen, unser eigenes Verstehen der Kunstform Tanz zu ermitteln und zum Ausdruck zu
bringen. Durch Zusammenarbeit mit Musikern soll die eigens für das Stück komponierte
Musik als eigenständige Kunstform mit dem Tanz verschmelzen.

Das Tanzstück

Das Feld der Kommunikation gilt als Fundament, das in verschiedenen Kontexten wie
zum Beispiel Interpretation, Glaube (nicht in religiöser Form), Gestik und
zwischenmenschlichem Verhalten untersucht wird. Das Resultat dieser
Auseinandersetzung soll weniger eine absolut und allzeitig geltende Lösung darstellen,
als die persönliche Darlegung der Erfahrungen der beiden Tänzerinnen.
Oftmals im Leben, muss man zwischen den Zeilen lesen, und dann wiederum wird man
für eine falsche Auslegung beschuldigt.
Sich zu verständigen, ist eines der norm alsten Dinge auf der Welt – und die meisten denken, dass sie es können – doch w enn es dann tatsächlich um das Verstehen geht,
sieht es gleich ganz anders aus.
Interpretation erfolgt, um besser auf den jeweiligen Gesprächspartner einzugehen oder
sich genauer auf eine Situation einlassen zu können. Wie wir uns dann die Dinge
übersetzen, hängt von sehr vielen Faktoren ab, unter anderem vom kulturellen
Hintergrund, Erziehung, Umfeld, eigenen Gewohnheiten, dem Umgang mit der eigenen
Sprache, und so weiter. Manchmal kann es vorkommen, dass wir etwas völlig anderes
verstehen oder sehen, als eigentlich gemeint ist, weil wir es entweder nicht anders
sehen können, oder wollen.
Und dieses „etwas anderes sehen wollen“ kann natürlich bewusst, aber auch un-, bzw. All das wird in dem Roman „Ein Bär will nach oben“ von William Kotzwinkle auf
humorvolle und intelligente Art und Weise, durch viel Situationskomik und Verschrfung
bestimmter Gelegenheiten, veranschaulicht.
Der Roman liefert den beiden Tänzerinnen die thematische und dramaturgische
Grundlage und dient als literarischer Zündstoff für eine subjektive Auseinandersetzung
mit der eben genannten Materie der Kommunikation und Interpretation. Sie lässt genug
Raum, einerseits für kritische wie ebenso humorvolle Observationen, die es in
tänzerischer und musikalischer Hinsicht umzusetzen gilt.

„Sprich, damit ich Dich sehen kann.“
– Sokrates –

Die Personen:

Andrea Maria Handler (Tänzerin)

Geboren 1984 in Wiener Neustadt (Austria). Erste Erfahrungen mit Körperbewegung
während ihrer Kindheit und Jugend im Kunstturnen. Zweijährige Tanzausbildung bei
Chandiru Mawa in Wien, danach seit 2006 Studentin am Institute for Dance Arts Linz
(IDA). Teilnehmerin des Creative Forum for Independent Theatre Groups 2008 in
Alexandria (Ägypten). Erhielt im Studienjahr 2008/09 das Förderstipendium der Anton
Bruckner Privatuniversität. Verschiedene Performances seit 2005, unter anderem:
Tanzsommer Graz, CNDC Angers (F), OdeonTanz Wien. Teilnahme am Wettbewerb für
junge Choreographen (2009) im Posthof in Linz mit dem Stück „ver-rückt/shifted“ in
Zusammenarbeit mit neun Tänzern/Choreographen.

Christian Kuttner (Musiker)

Spielte in der Zeit von 2001 bis 2003 bei der
Rock/Punk/Metal-Band Goatskin als Bassist. Darauf folgte
die Arbeit mit „Kace & the Handsome Anachoret“ als Sänger
und Songwriter. Ab 2007 Mitglied bei „one big blooming buzzing
confusion“ (Progressive Rock). Im Jahr 2010 als Ersatzbassist bei „Jakuzi’s
attempt“ (Noise Rock) für die Europa Tour mit Zeni Geva (Jap) tätig.

Markus Meurer (Musiker)

Fand ersten Zugang zur Musik über den E-Bass, bevor er
1996 auf das Didgeridoo aufmerksam wurde. 2002 gründet er
die Gruppe „droned“. 2004 vertont er musikalisch für den
WDR in Deutschland die Sendung „Quarks & Co.“ Seit 2005
tritt er sowohl solo, als auch in der Formation „Neverest“ zusammen mit dem
Multiinstrumentalisten Stephan Braun auf Festivals in ganz Europa auf. Seit 2007 in der
Band „Airtist“ mit Auftritten in ganz Europa und in Israel. Als Didgeridoospieler und –
lehrer hat Markus Meurer außerhalb Europas auch in Israel, Indien und Australien
unterrichtet und performt.

Tamara Kronheim (Tänzerin)

Geboren 1990 in Salzburg (Austria). Seit 2006 Studentin an der
Anton Bruckner Privatuniversität. Absolvierte das
Bachelorstudium für zeitgenössischen Bühnentanz und Tanzpädagogik und ist nun im
Masterprogramm. Performances unter anderem im Odeon Theater Wien (2008/09),
Feldkirchner Festival (2008/09), Posthof Linz (2009), im Wiener Konzerthaus mit
„Ouroboros“ – einer Choreographie von Rose Breuss, im Konzerthaus Luxemburg
(2009/10), in Traun, Gmunden und St.Pölten.

Aufführung des Projekts im Mai (Datum wird noch bekannt gegeben)

 

 
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