10 Jahre TANZ TANZ TANZ

Es ist ein roter Tanzteppich, der sich durch diese Geschichte zieht. Sie handelt von engagierten Frauen, die Linz zum Tanzen bringen wollen. Dafür holen sie zeitgenössischen Tanz nach Linz, bieten Tanzkünstlerinnen und -künstlern Proberäume, Auftrittsmöglichkeiten und Vernetzung. (Barbara Krennmayr, Link zu vollständigem Artikel: http://www.krennmayr.at/tanz-baby/)

Zum 10-jährigen Jubiläum wird gleich zweimal gefeiert: im Posthof Linz mit vier aktuellen lokalen und internationalen Tanzproduktionen und in der Tabakfabrik, der homebase der Tanzfabrik, mit weiteren vier Vorstellungen von fertigen und fast fertigenTanzprojekten und -produktionen. Dazu gibt es gute Musik, Essen und viel drumherum.

Termine:

DO 22. März 2018, 20 Uhr

SO 29. April 2018, ab ca. 16 Uhr 

PART 1
DO 22. März 2018, 20 Uhr

Programmpunkte:

* Samer Alkurdi “5ive” (SY/AT)// Tanzperformance 45 min

* Natascha Wöss & Monika Huemer “in between” (AT) // Tanzperformance 30 min

* Lee Jung In “The Village” (KR)// Tanzperformance 10 min

* ATOM Theatre “Impossibility in It’s Purest Form” (BG) // Tanzperformance 10 min

inkl. Pausen

* im Anschluss drink, dance, chat und der wunderbare DJ Georgie GOLD

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Samer Alkurdi: "5ive"

Ausgangspunkt der Performance ist die Darstellung von Perspektiven und Interaktionen der Verdrängten und der Drängenden, der Unterworfenen und derjenigen, die unterwerfen. Mittels Tanz, Live-Musik und Videoprojektionen entsteht eine dichte Atmosphäre aus dynamischem Tanz, Witz und Ironie.

Anhand von Bildern und Szenen wird hinterfragt, welche Filter wir verwenden um gleich oder ungleich zu sein; was Ausgrenzung bedeutet und wie es sich anfühlen kann auf Grund von Nationalität, Geschlecht, Erfahrung oder Kleidung in eine Rolle gedrängt zu werden oder sich selber einer Rolle anzunehmen um einer möglichen Definition von gesellschaftlicher Identität zu entgehen oder ihr gerecht zu werden. Dabei begleitet ein Geschichtenerzähler durch eine phatastische und surreale Welt.

Erarbeitet wurde das Stück vom Choreographer Samer Alkurdi (Syrien) in Zusammenarbeit mit dem Komponisten Hermann Erber (Österreich) unter Beteiligung eines Laien- und Profiensembles.

Producer, Choreographer and Director: Samer Alkurdi

Music: Hermann Erber & Uygar Cagli

Dramatist and supervision: Emad Najjar

Live Music and Sound Design: Hermann Erber, Uygar Cagli, Michael Holzer

Story Teller: Emad Najjar

The Joker:  Samer Alkurdi

Alku:  Jaqueline Schiller

Participants and Performers:  Rama Hiedo, Homam Aljondi, Doris Tröbinger, Matar Rustom, Seraj Aljondy, Majd Shukair, Jakob Böhmdorfer

Technician:  Bairak Alaisamee

Photography: Hermann Erber

Foto: Hermann Erber

Jung In Lee: "The Village"

Aus dem tiefen Abgrund steigt eine Empfindung, 
eine Bewegung hervor – allmählich, delikat, bewusst und langsam. 
Auf treibendem Grund stehen und 
den trockenen Sand spüren, 
den in der Luft sich zerstäubenden Regen riechen. 
Die Stille ist über die kratzenden Laute gekrochen. 
Ich bin da, ich bin nicht da. 
Leise schreiten die Füße ins Wasser, 
allmählich schüttelt sich der Körper im Tanz.
TänzerInnen: (tbc)

Foto: Ivan-Alexander Kjutev

ATOM Theatre: "Impossibility in It's Purest Form"

No framework. Where am I? Inside what? Who am I? You are. Be. Stay… awake! Don’t. Fall… Asleep. Keep watch. Be dying, be posing. Be. Speak out! Swear! Perceive! Unlock! Raise. Cause. Create. Yourself. Conceivable. Usable. Workable. Requisite. Use it.
Impossibility in Its Purest Form is a work that explores impossibility as a form of hope, strive, desire and simultaneously weakness, destuctiveness, helplessness, unfeasibility. In a moment where time stays still as if it doesn’t exist, the dancers’ bodies fall in a constant state of déjà vu, seeking to understand their own identity, building perspective and painting the borders of the space around them.
Choreographer: Stefaniya Georgieva
Dancers: Kalina Georgieva and Stefaniya Georgieva
Music: Dobromir Kisyov and Konstantin Kuchev
Video and Photographer: Ivan-Alexander Kjutev

Natascha Wöss & Monika Huemer: "in between"

Geographische Koordinaten und Schnittpunkte von Längen- und Breitengraden stehen in der
Performance „In between“ für jene Orte, an denen wir Menschen unsere Lebenssituationen
bestreiten, unser Lebensumfeld vorfinden und gestalten. Diese Lebenssituationen,  verschiedenste Erfahrungen und auch Emotionen bilden somit eine Geschichte. Eine sehr persönliche. In einer Welt von Veränderung und Wandelbarkeit –
sprich Fortschritt und Entwicklung sind wir gefordert und dazu angehalten, unsere gewohnten Lebenssituationen zu verlassen, uns zu verändern, neu aufzustellen oder gar uns
neu zu erfinden; dies sowohl räumlich wie auch innerlich.
Ein permanenter Wandel. Alt Vertrautes noch in unseren Körpern und Köpfen und gleichzeitig neue Erkenntnisse, neue Erfahrungen und neue Emotionen – und noch nicht angekommen am Ziel. Was passiert auf dem Weg von A nach B – in dieser Zwischenwelt? Was bedeutet es für unsere vermeintliche Sicherheit? Wo können wir uns festhalten? Wie können wir dabei überleben?
Monika Huemer und Natascha Wöss setzen sich in „In between“ mit dem Spannungsfeld des
Fehlens einer konkreten Örtlichkeit, des permanenten Wandels, und des Noch-nicht-
Angekommen-Sein auseinander. Diesem subtilen, und doch ureigenen Lebensthema nähern sich die beiden Performerinnen improvisatorisch und experimentell, tauchen dabei ein in tiefere Schichten des Seins – spielen mit Ängsten und Gewohnheiten – zerbrechen
althergebrachte Konstanten – suchen nach Spuren und nach Verbindungen zwischen Alt
und Neu – und bringen diese „Zwischenwelten“ in klaren szenischen Bildern zum Ausdruck.

Künstlerische Leitung / Performance / Choreografie: Monika Huemer und Natascha Wöss
Konzept: Monika Huemer, Natascha Wöss, Otto Pölzl
Sounddesign / Fotografie: Otto Pölzl
Lichtdesign: Franz Flieger Stögner
Ausstattung: Natascha Wöss
Kooperationen: RedSapata Tanzfabrik/Linz – Posthof Linz

Foto: Otto Pölzl

DJ Georgie GOLD

feine Tanzmusik im Foyer mit DJ Georgie Gold

when the birds are falling from the sky and the sun is covered by the clouds dont be sad cause he is around, Georgie Gold, touching you with his love. an evening in pure Passion.

PART 2
SO 29. April 2018, 16 Uhr

Programmpunkte:

* Vorstellung des Projekts 10+10 Brücken / RedSapata Tanzfabrik & SOS-Menschenrechte: “Jede_r spielt eine Rolle” // Forumtheater & Tanzperformance 45 min

* Tanzkollektiv Equilibrium / Hertha Müllegger “Welt im Wandel – Henne und Ei” // Tanzperformance 30 min

* Dagmar Dachauer “Wie soll ich das erklären” // Tanzperformance 8 min

* OFFtanz Tirol mit “Psycho” // Tanzperformance 60 min

* INTER DANCE PROJECT #2 / Elias Buttinger // Work-in-Progress Showing / Tanzperformance 30 min

inkl. Pausen

* mit Rahmenprogramm, Buffet, Drinks & more

frei gewählter Beitrag!

RedSapata Tanzfabrik & SOS-Menschenrechte: 10+10 Brücken #2

Kreative Arbeitsprozesse im Bereich Tanz und Theater (Fokus auf Theater der Unterdrückten)
„wir tanzen, wir lachen, wir weinen, wir gestalten – gemeinsam“ Kreative Arbeitsprozesse im Bereich Tanz/Theater/Film/Video zum Brückenbau zwischen Menschen mit und ohne Fluchterfahrung.

Foto: Ulrike Hager

Tanzkollektiv Equilibrium / Hertha Müllegger: “Welt im Wandel – Henne und Ei”

Anhand eines Gedichtes von J. W. Goethe wird die Vergangenheit romantisch verklärt und der Gegenwart, in ihrer technisch- medialer – und wirtschaftlichen Ära, kritisch, satirisch und mit feinem Witz,  gegenübergestellt.
Konzept/Choreografie: Hertha Müllegger
Tanz: (tbc)

Foto: Dieter Müllegger

OFFTANZTIROL: "P S Y C H O"

P   S   Y   C   H   0

Im Stück PSYCHO wird ein unterirdischer Raum inszeniert, der in freier Anspielung an berühmte Keller der Filmgeschichte („Psycho“ von A. Hitchcock und „The night of The Living Dead“ von G. Romero) als metaphorische innere Landschaft eines Menschen, als Eingang zu dessen Unbewussten, gelten kann.

Eva Müller und Paolo Baccarani stilisieren ihre Themen und verpacken diese in populäre Filmgenres wie den Horror- und Zombiefilm. Diese Genres mit ihren mal trashigen, mal subtilen Bildern und erschreckend-grotesken Erzählungen dienen dazu, in den zeitgenössischen Diskurs zum Thema „Psyche“ einzutauchen.

In dieser Fiktion entstehen Charaktere und Figuren, die wechselhafte Eigenschaften und widersprüchliches Verhalten zeigen. Die PerformerInnen tanzen eine Gratwanderung zwischen Kontrolle und dessen Verlust und bilden eine Art Mikro-Gesellschaft. Sie inszenieren ein kollektives Spiel, als wären sie Komponenten oder Dimensionen einer einzigen Persönlichkeit: „Psyche“ als Vielzahl.

Steht der Mensch als Individuum in einem Spannungsfeld zwischen unterschiedlichen Kräften, Projektionen und Verdrängungen, überschaubaren sowie unbekannten Dimensionen, Bindungen und Verbindungen mit seinen Mitmenschen und der Umwelt? Wird er dadurch zu einer Art kollektiver Kreation?

Das Genre „Zombie“ wurde von George Romero und anderen AutorInnen ab 1969 neu definiert und als Satire der bürgerlichen Scheinheiligkeit und Heuchelei gegenüber gestellt. Phänomene wie kollektive Verdrängung, Gewaltbereitschaft sowie Konsumzwang wurden grotesk dargestellt und parodiert. Extreme psychologische Zustände und der apokalyptische Zerfall der gesellschaftlichen Strukturen waren von Anfang an Teil dieses Genre, das nach mehreren Wandlungen in den letzten 15 Jahren einen bemerkenswerten kommerziellen Erfolg hatte.

Konzept & Regie: Eva Müller und Paolo Baccarani

Choreografie: Eva Müller und Paolo Baccarani (in Zusammenarbeit mit den TänzerInnen)

Tanz: Paulo Alberto dos Santos, Paolo Baccarani, Eva Müller, Emmanuelle Vinh, David Weichenberger

Musik: Andreas Tentschert

Foto: Carmen Sulzenbacher

Foto: Daniel Jarosch

Foto: Karin Blaas

Foto: Daniel Jarosch

Elias Buttinger: "Inter Dance Project #2"

Elias Buttinger, verbrachte im Winter 2014/2015 zwei Monate in Indien (Kolkata), wo er mit neun sehr engagierten indischen Tänzern und zwei weiteren Künstlern aus Österreich an einem Tanzstück arbeitete (“Life Atho Kotha”, was soviel bedeutet wie “Das Leben erzählt über sich selbst”). Diese ca. 45- minütige Tanzperformance, der sowohl ein fundamentaler kultureller Austausch sowie die Verschmelzung Jahrtausende alter indischer Tanzformen mit modernen westlichen Tanzstilen zugrunde liegt, hatte ihre Uraufführung in einem Theater in Kolkata. 

Jetzt geht es uns darum, die indischen Tänzer nach Österreich zu bringen, um den zweiten Teil des sogenannten “Inter Dance Project’s” in Angriff zu nehmen. 

Diese Aufführung zeigt die Fortsetzung des Projekts unter Beteiligung internationaler TänzerInnen.

Projektleitung: Elias Buttinger

TänzerInnen: tbc

 
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